FASZINATION ORGEL

REKONSTRUKTION DER JOHANN-HINRICH-KLAPMEYER-ORGEL VON 1738
IN DER ST. BARTHOLOMÄUS KIRCHE WESSELBUREN


Wünsche ...

... von Prof. Justus Frantz:
12. November 1996

Liebe Freunde!

In vier Konzerten habe ich die Wesselburener Kirche kennen- und ihre hervorragende Akustik schätzen gelernt. Dieser Raum ist für Konzerte sowohl in kleiner als auch in großer Besetzung sehr gut geeignet. Tief betrübt erfuhr ich von den gravierenden Mängeln der Orgel in der Barockkirche St. Bartholomäus Wesselburen. Es ist kaum vorstellbar, daß in diesem schönen Raum hinter dem imponierenden Orgelprospekt keine adäquate Orgel zur Verfügung steht.

Deswegen unterstütze ich mit Nachdruck alle Bemühungen, die vorhandene Orgel zu einem vorbildlichen Instrument auszubauen.

Ich bitte jeden Leser dieser Zeilen, das Vorhaben nach Kräften zu unterstützen und den Orgelbauverein mit einer großzügigen Spende zu bedenken.

Ich wünsche der St. Bartholomäus-Kirche eine wunderschöne Orgel und dem Orgelbauverein eine schnelle Erfüllung seiner Ziele -

Helfen Sie mit!
Ihr
Justus Frantz

Magdalenenstr. 64, D-20148 Hamburg, Telefon 040-44, 8646 Telefax, 040-4102706


Wünsche ...

... von Gerhard Fenske, Bürgermeister von Wesselburen:
im März 1999

Jeder, der durch die Nordermarsch fährt, sieht schon von weitem ihren Mittelpunkt: Die Stadt Wesselburen mit der St. Bartholomäus-Kirche mitten in der Stadt, deren auffälliger zwiebelförmiger Turm vom riesigen Dach „Hier bin ich“ zu winken scheint. Seit Jahren sind hervorragende Konzerte in der Kirche Höhepunkte im Kulturleben unserer Stadt.

Schon vor langer Zeit erlangten Kirchenmusiker an St. Bartholomäus wie der Organist Christian Gottlieb Ahnesorge europäische Bedeutung. 1840 beispielsweise sagte der französische König Louis Philippe schwärmerisch: “...Es ist da ein Ort, wo ich die Orgel so vorzüglich habe spielen hören, daß die Töne mir noch jetzt gegenwärtig sind, nie in meinem Leben habe ich so spielen hören.“

Ich wünsche uns, daß auch in Zukunft nachfolgende Generationen herausragendes Orgelspiel in unserer Kirche genießen und wie ehedem der französische Monarch davon schwärmen können.

Dem Orgelbauverein sage ich daher herzlichen Dank für sein besonderes Engagement. Ich hoffe, daß das Ziel der Orgelrekonstruktion bald erreicht werden kann - mit Hilfe Ihrer Spenden.

Gerhard Fenske

 

 


Die St. Bartholomäus Kirche zu Wesselburen


Im Jahr 1736 wurde Wesselburen und auch die Kirche das Opfer einer verheerenden Brandkatastrophe. Schon bald erhielt der Zimmerer- und Baumeister Johann Georg Schott den Auftrag für einen Neubau unter Einbeziehung der noch vorhandenen Mauerreste. In nur zweijähriger Bauzeit entstand im Stil des norddeutschen Barock eine mächtige Hallenkirche. Äußerlich kennzeichnet sie ein gewaltiges Dach mit zentralem Zwiebelturm, innen sind Farbgestaltung und Ausstattung bis heute unverändert erhalten. St. Bartholomäus gilt als bedeutendster Sakralbau des Spätbarock in Schleswig-Holstein.

Aufgrund der hervorragenden Akustik und der beeindruckenden Größe (1 000 Sitzplätze) ist die St. Bartholomäus Kirche ein kulturelles Zentrum Dithmarschens. Viele Konzertveranstaltungen sowie die Verleihung des Brahmspreises (Preisträger u.a. Justus Frantz und Dietrich Fischer-Dieskau) finden hier statt.

Zur Situation der Orgel

Das vorhandene Instrument wurde 1968 hinter dem historischen Prospekt neu aufgestellt. Es ist ein typischer Vertreter seiner Zeit: man versuchte, mit niedrigen Kosten viel zu erreichen. So ist zwar ein der Größe des Raumes angemessenes Instrument entstanden, aber die klanglichen und technischen Mängel erfordern baldigst Abhilfe. Gutachter haben der Kirchengemeinde dringend von einer aufwendigen Renovierung abgeraten, da bei Kosten von ca. 300 000 DM zwar die baulichen Mängel behoben werden können, aber die klangliche Qualität des Instruments kaum verbessert würde.

Warum eine Rekonstruktion der Klapmeyer-Orgel von 1738 ?

Mit der Fertigstellung des Kirchbaus 1738 erhielt Johann Hinrich Klapmeyer den Auftrag, ein angemessenes Instrument für den herrlich gestalteten Raum zu bauen. Die Orgel wurde ein wichtiger Bestandteil im Gesamtkunstwerk St. Bartholomäus zu Wesselburen. Der erhaltene Orgelprospekt - einer der schönsten Nordelbiens - und die noch vorhandenen Verträge zwischen dem Orgelbauer und der Kirchengemeinde belegen, daß das Instrument höchsten Ansprüchen genügte. So finden wir in Wesselburen die einzigartige Situation vor, daß Orgel und Kirche zeitgleich und einem Stil verpflichtet erbaut wurden. Es gilt, dies wiederherzustellen!

Wer war der Orgelbauer Johann Hinrich Klapmeyer?

J. H. Klapmeyer wurde um 1690 in Krempe geboren und hat die Orgelbaukunst bei seinem Vater Johann Werner erlernt, der einer der ersten Gehilfen Arp Schnittgers war, des bedeutendsten Orgelbauers jener Zeit in Norddeutschland.

1729 erwarb Johann Hinrich Klapmeyer in Glückstadt das Bürgerrecht. Er nannte sich „Orgel und Instrumentenmacher“. Im Jahre 1735 erhielt er die „Concession auf die Orgel-Bauerey in den Fürstentümern Schleswig und Holstein auf Lebenszeit“. Er verstarb am 23. November 1757.

Daß er seine Kunst meisterhaft verstand, zeigt uns die sehr schöne Orgel in Altenbruch bei Cuxhaven.

Der Orgelbauverein St. Bartholomäus

Um die Rekonstruktion der Klapmeyer-Orgel zu ermöglichen, gründeten 20 Kirchenmusikfreunde 1995 den „Orgelbauverein St. Bartholomäus“. Durch die Beiträge der jetzt 120 Mitglieder und das Einwerben von Spenden bei Veranstaltungen aller Art, z.B. bei Benefizkonzerten unseres Organisten Gunnar Sundebo, Jubiläen und Familienfesten sind mehr als 250 000,-DM zusammengekommen. Die Orgel erhält 31 Register mit je 70 Pfeifen, pro Register werden 25 000,-DM veranschlagt. Die kirchlichen wie die öffentlichen Mittel sind äußerst beschränkt:

Wir brauchen umfangreiche Hilfe!

 

Wenn auch Sie an dieser großartigen Aufgabe mitwirken wollen, dann können Sie so helfen:

- Werden Sie Mitglied im Orgelbauverein.
- Spenden Sie auf das Konto 13 900 bei der Sparkasse Hennstedt-Wesselburen (BLZ 218 523 10) oder auf das Konto 500 263 0001 bei der Volksbank Dithmarschen (BLZ 218 900 22).

Sie erhalten eine Spendenbescheinigung, die Gemeinnützigkeit des Vereins ist durch das Finanzamt Itzehoe anerkannt.

Orgelbauverein St. Bartholomäus
Vorsitzender: C.-D. Spilcke-Liss
Am Markt 10, 25764 Wesselburen