16/04/2026 0 Kommentare
Diakonisches Wert eröffnet Beratungsstandort Brunsbüttel
Diakonisches Wert eröffnet Beratungsstandort Brunsbüttel
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Diakonisches Wert eröffnet Beratungsstandort Brunsbüttel
Brunsbüttel – Das Diakonische Werk (DW) Dithmarschen hat am Freitag (10. April) seinen neuen Beratungsstandort in der Brunsbütteler Koogstraße eröffnet: Zum ersten Mal in der fast 60-jährigen Geschichte der Diakonie in Dithmarschen befindet sich die diakonische Familie in Brunsbüttel damit unter einem Dach – Sozial- und Suchtberatung, Familienberatung, Migrationsberatung und Schuldnerberatung, ergänzt um einen Veranstaltungsraum für das Familienzentrum. "Barrierefrei und hell, so einen Ort haben wir uns immer gewünscht. Für uns, natürlich, aber vor allem für unsere Klientinnen und Klienten – und um die geht es ja", sagte die stellvertretende DW-Geschäftsführerin Kirsten Horstmann. Insgesamt werden zwölf Mitarbeitende in den Räumlichkeiten tätig sein.
DW-Geschäftsführer Frank Zabel schilderte vor den rund 50 Gästen aus Politik, Verwaltung, Institutionen und Gesellschaft die Arbeitsfelder und aktuellen Herausforderungen: "Unsere Mitarbeitenden erreichen Menschen, die seitens staatlicher Institutionen oft nur schwer oder gar nicht erreichbar sind. In Räumen, in denen alle Menschen niedrigschwellig Zugang zur Beratung und Begleitung erhalten und sich als wertvoller Teil der Gemeinschaft begreifen können." Dies seien beispielsweise Menschen, die an ihren Schuldenproblemen verzweifeln und dringend Unterstützung brauchen. "Es sind auch Menschen, die in der Familie schier unüberwindliche Krisen und Spannungen erleben. Menschen, die in sozialen Notlagen feststecken und sich im Leistungsdschungel nicht zurechtfinden. Menschen, die einen Ausweg aus der Abhängigkeit suchen, von Alkohol, Drogen, Glücksspiel oder Medien. Und es sind Menschen, die viele Grenzen hinter sich gelassen haben und sich bei uns in Deutschland eine neue Existenz aufbauen wollen."
Im vergangenen Jahr haben die Mitarbeitenden des Diakonischen Werkes Dithmarschen rund 5400 Klientinnen und Klienten in fast 25.000 Gesprächen bzw. Kontakten beraten. Ein Jahr zuvor waren es noch 4500 Klientinnen und Klienten (rund 20.000 Gespräche / Kontakte). Der gestiegene Bedarf betrifft fast alle Bereiche gleichermaßen. Auffällig ist auch, dass die Komplexität der Fälle weiterhin steigt – und damit auch der Beratungsaufwand.
Die DW-Mitarbeitenden freuten sich über die vielen guten Wünsche, unter anderem von Dithmarschens Propst Dr. Andreas Crystall, Landrat Thorben Schütt und Kreispräsidentin Ute Borwieck-Dethlefs, Bürgermeister Martin Schmedtje und Bürgervorsteher Michael Kunkowski. Deutlich benannt wurde von allen Rednern der enorme Bedarf für die Beratungsangebote des Diakonischen Werkes in der Fläche – „dort, wo die Menschen sind, und Menschen leben nicht nur in Berlin oder Kiel“. Landrat Schütt nannte das Diakonische Werk einen "integralen Bestandteil der Region". Einigkeit bestand darin, dass diese Angebote gerade auch in finanziell schwierigen Zeiten auskömmlich finanziert werden müssten, um Menschen in Notsituationen zu helfen. Allen Partnern und Mitstreitern dankte das DW ausdrücklich für die Unterstützung, Begleitung und Realisierung dieses Standortes in der Koogstraße.
DW-Geschäftsführer Zabel wünscht sich, "dass der neue Ort auch über die konkreten Beratungsangebote hinaus ein offener Ort der Begegnung wird, beispielsweise mit kulturellen Veranstaltungen wie kleinen Ausstellungen und Lesungen – nicht als Konkurrenz zu bestehenden Angeboten in Brunsbüttel, sondern möglicherweise als Ergänzung mit einem besonderen Fokus auf 'unsere' Themen." In diesem Sinne machte die Künstlerin Ina Berg den Anfang - und überreichte ihr Werk „Vielfalt“ als Dauerleihgabe für das Foyer der neuen DW-Adresse.
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