31/03/2026 0 Kommentare
Ministerin Dr. Stenke übergibt Förderbescheid für Zwiebelturm von St. Bartholomäus
Ministerin Dr. Stenke übergibt Förderbescheid für Zwiebelturm von St. Bartholomäus
# Neuigkeiten

Ministerin Dr. Stenke übergibt Förderbescheid für Zwiebelturm von St. Bartholomäus
Wesselburen - Große Freude in Wesselburen bei Kirchengemeinde und Kirchenkreis: Schleswig-Holsteins Kulturministerin Dr. Dorit Stenke hat der Kirchengemeinde heute (30. März) in der St. Bartholomäus-Kirche den Förderbescheid über 782.500 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XIII des Bundes überreicht. Dazu sagte Dr. Stenke: „Ich freue mich, dass die Kirche dank der Mittel auch für künftige Generationen als ein bedeutendes nationales Kulturdenkmal erhalten bleibt.“ St. Bartholomäus sei eine wunderbare Kirche und bedeute für viele Menschen Verwurzelung. „Kirche soll Heimat bleiben und es braucht viele Menschen, die sich dafür einsetzen“, so Dr. Stenke.
m Sommer sollen nun die Gerüstbauarbeiten starten, damit die Sanierung des markanten Zwiebelturms beginnen kann – mit dem Förderbescheid wird die ca. 1,6 Mio. teure Maßnahme zur Hälfte finanziert, weitere Mittel kommen aus verschiedenen Stiftungen und Spenden, vom Förderverein der Kirchengemeinde und vom Kirchenkreis.
Weiter sagte Dr. Dorit Stenke: „St. Bartholomäus ist ein wunderbarer Ort mit vielfältigen Funktionen, der mich immer wieder beeindruckt. Ich freue mich sehr, dass wir zum Erhalt dieses Kulturdenkmals beitragen können auf der Basis eines großen Miteinanders vor Ort. Dabei wissen wir, dass weiterhin viele Hände, Köpfe und Gedanken notwendig sind, um das Werk von großer kirchlicher und kunsthistorischer Bedeutung zu vollenden.“
Pastorin Ina Brinkmann hatte zuvor hervorgehoben, dass die Förderung der Kirchengemeinde sehr viel bedeute und sie sehr dankbar dafür sei. Der Zwiebelturm sei weit mehr als nur ein architektonisches Detail, sondern der Blick in den Himmel und ein Stück Erinnerung. Der Zwiebelturm solle auch in Zukunft dafür stehen, dass St. Bartholomäus nicht nur ein Gotteshaus sei, sondern vor allem ein Kulturhaus, ein Trauerhaus, ein Menschenhaus.
In seiner kurzen Ansprache op platt betonte Hans-Hermann Ohm für den Kirchengemeinderat, dass man sehr froh sei über die Förderung, vor allem aber auch dafür, „dass wir alle so gut zusammenarbeiten für den Turm“.
Wesselburens Bürgermeister Holger Ehlers benannte viele aktuelle Projekte, die allesamt zu Leuchtturmprojekten werden sollen – der Zwiebelturm sei auch ein solcher Leuchtturm, der über eine einmalige Symbolik verfüge und Wesselburen über die Grenzen hinaus bekannt gemacht habe.
Abschließend betonte Dithmarschens Propst Dr. Andreas Crystall, Kirchen seien die „wertvollsten“ Gebäude, die wir haben. Solche Identifikationsorte heute neu zu bauen, sei nahezu unmöglich – und zudem kenne er keine Gebäude, die eine solch lange Nutzungsdauer hätten wie historische Kirchen. Sie seien nach wie vor ortsprägend, meist ein Wahrzeichen und im Falle von St. Bartholomäus auch lange Seezeichen gewesen. Einer im Verhältnis kurzen Baugeschichte folge meist bis heute eine lange Pflegegeschichte: „Es ist eine schöne Anstrengung und eine große historische Aufgabe und Verpflichtung, solche Gebäude zu erhalten.“ Sie seien kein museales Erbe, sondern gelebte Kultur – „und gerade in der heutigen Zeit brauchen wir diese besonderen Orte und Symbole und die Möglichkeit, hier zusammenzukommen!“
Kommentare