18/05/2026 0 Kommentare
Respect Coach an der Meldorfer Gelehrtenschule
Respect Coach an der Meldorfer Gelehrtenschule
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Respect Coach an der Meldorfer Gelehrtenschule
Meldorf (zab) Mit einem neuen Respect Coach unterstützt das Diakonische Werk Dithmarschen die Prävention gegen Extremismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit: An der Meldorfer Gelehrtenschule (MGS) ist seit einigen Wochen Lena Kolster tätig. Die 24-Jährige soll mit verschiedenen schulischen Angeboten wie Workshops und Unterrichtseinheiten Respekt, Toleranz und den Abbau von Vorurteilen fördern.
Für MGS-Schulleiter Dr. Dirk Fischer eine wichtige Unterstützung, auch für die Schulsozialarbeit, weil die Herausforderungen in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen seien. Auch der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor zeigt in seinem Monitoringbericht 2026, dass sich abwertende Haltungen gegenüber Menschen unterschiedlicher Herkunft verfestigt haben und das Vertrauen Betroffener in staatliche Institutionen fragil ist.
Lena Kolster hat 2019 selbst an der Meldorfer Gelehrtenschule ihr Abi „gemacht“ und anschließend soziale Arbeit studiert sowie bei der Stiftung Mensch gearbeitet. Sie arbeitet bereits an den ersten Workshop-Konzepten, unter anderem mit Said Rezek. Der Journalist und Politikwissenschaftler ist bundesweit gegen Rassismus und Hate Speech unterwegs, hält Vorträge zu Themen wie Medienkompetenz und Demokratieförderung. Um nicht weniger geht es bei dem vom Bund geförderten Programm Respect Coach: Unterschiedliche Meinungen akzeptieren, Position beziehen, argumentieren.
Das Programm selbst ist bei den Jugendmigrationsdiensten angesiedelt und läuft bereits seit 2018. Seitdem hat es bundesweit mehr als 600.000 Schülerinnen und Schüler an rund 900 Schulen erreicht. Die schleswig-holsteinische Landesregierung bewertet die Arbeit durchweg positiv: „Die Respekt Coaches konnten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern unterstützen, in den Schulen Konfliktpotential abwehren und die Lehrkräfte entlasten“, heißt es. Ob das Programm auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird, gilt allerdings als unwahrscheinlich: Das Bundesfamilienministerium hat in diesem Bereich bereits den Rotstift angekündigt, und das Land will nicht einspringen.
Im Bild: Lena Kolster (2. v. re.) mit (v. li.) Anja Döhren und Frank Zabel (Diakonisches Werk Dithmarschen), Claudia Westphal-Oelerich und Lasse Petersen (Schulsozialarbeit) und Schulleiter Dr. Christian Fischer.
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